Racke Dagenga

Von Windmühlenkräutern, Blecheisernen Holzschuhen und anderen Skurrilitäten

Racke Dagenga, diese Formation mit dem außergewöhnlichen Namen, erblickte im Frühjahr 2008 in Paderborn das Rampenlicht von Ostwestfalen. Gibt man die beiden Begriffe, aus denen sich der Bandname zusammensetzt, getrennt voneinander bei Google ein und klickt auf Bildersuche, so erscheinen Windmühlen beim Ersten und ein mexikanisches Kraut beim Zweiten. Frei übersetzt nach Google-Bildersuche bedeutet Racke Dagenga also so viel wie „Windmühlenkraut“. Man wird sich fragen, wie in aller Welt eine Band zu so einem Namen kommt. Im Fall von Racke Dagenga schien eine höhere Macht dahinter zu stecken, die Bandleader Wolfgang Minge den Namen im Halbschlaf tief in seinem Unterbewusstsein verankerte.

Zuvor betrieb Minge (Songwriting, Gitarre und Gesang) das Projekt, damals noch ohne Namen, für sich alleine, bis er sich entschloss, eine Band ins Leben zu rufen, um seine Kunst auch live präsentieren zu können.
In Ulli Dzaack (Lead-Gitarre) und Willi Zimmermann (Schlagzeug, Percussion) konnten schnell zwei befreundete Musiker als Mitstreiter gewonnen werden. Beide waren Minge bereits seit den 80’er Jahren bekannt und spielten schon in diversen Bands. Diese Formation von Racke Dagenga existiert bis heute. Lediglich die Position des Bassisten ist bei Racke chronisch unbesetzt. Man habe da einen „großen Verschleiß“, so Minge, der davon ausgeht, dass Racke Dagengas Musik nur einigen wenigen Bassisten zusage.

Musikalisch wie textlich sind Racke Dagenga in keine Schublade zu stecken und wenn, sollte dies, nach Minges Meinung, eine „Rundschublade“ sein. Auf ihrer myspace-Seite (www.myspace.com/rackedagenga) steht: „Klingt wie: Blecheiserne Holzschuhe gefüllt mit Entendreck“, außerdem werden u.a. Frank Zappa, Holger Czukay oder Helge Schneider als Einflüsse genannt. Thematisch drehen sich die deutschsprachigen Racke-Songs um soziale Themen wie Hartz IV oder zwischenmenschliche Beziehungen. Laut Minge entstünden die Songs „im Leben. Auftragsmusik, die nie jemand in Auftrag gegeben hat.“

In Auftrag gegeben hat die Band aber einen Videodreh. Sie bewarb sich mit ihrer Videoidee zum Song „Alter ich find dich scheiße“ beim Wettbewerb „6 Bands. 6 Orte. 6 Videos“, gefördert von Create.Music.OWL., den sie als eine von 6 Bands gewann. Aus dem Wettbewerb ging letzten Endes ein Video hervor, dass hier bei uns zu bewundern ist.

www.myspace.com/rackedagenga


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